Alles normal |
Unsere Welpen sind jetzt fast fünf Monate alt, haben sie sich in die Familie eingefügt, sind sozialisiert worden und haben eine Rangordnungsphase durchgemacht. Nun wird die Umwelt für sie wichtiger, in der sie sich als nächstes behaupten müssen. Ihr Aktionsradius und ihr Gesichtskreis erweitern sich. Der Hund erschrickt also nicht vor Dingen, die immer schon da waren, denn für ihn waren sie eben noch nicht da. Das kann durchaus von einem Tag auf den andern geschehen.
Das wichtigste, wie immer, ist selbst nicht unruhig zu werden. Sich einfach neben das Objekt der Angst stellen und gar nichts weiter tun, in der Regel wird der Welpe, da er Ihnen vertraut, seiner Neugier folgen und den Gegenstand als nicht gefährlich einstufen. Natürlich dürfen Sie nicht den Hund trösten oder beschützen. Bei Dunkelheit hilft eine Taschenlampe, denn Hunde sehen im Dunkeln schlechter als Menschen.
Man braucht etwas Geduld, die furchtsame Phase kann bis zu drei Monate dauern. Danach können Sie sich schon mental auf die Rüpelphase einstellen, in welcher Ihr Hund alles Nützliche, was er je gelernt hat, vergessen zu haben scheint. Diese Phase wird etwa mit Beginn der Geschlechtsreife einsetzen und dauert auch meist drei Monate.