Weblog Barnim

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Die Weihnachtshunde vorm Klavier

Von Thomas Bez am 24.12.2021


Garbo, Clarissa und die Herzogin

Endlich können wir uns wieder vor dem Klavier versammeln wie zuletzt vor fünf Jahren </weblog/1482579785:352857.html>. So lange hat es gedauert, bis schließlich auch noch die letzten beiden Räume saniert waren, zwei Jahre später als ursprünglich geplant. Aber da wurden andere Ideen und Vorsorgemaßnahmen zwischendurch wichtiger. Derweil stand das Klavier verpackt in der Scheune.

Wir wünschen Euch friedvolle Weihnachstage. Kommt gut durchs nächste Jahr, laßt Euch nicht unterkriegen, laßt Euch nichts zumuten, was Ihr nicht aus eigener Überzeugung wollt. Mögen die Menschen, die nächsten wie die fernsten, Euch wohl gesonnen sein.

So war Weihnachten 2020... </weblog/1608810085:734969.html>

2019... </weblog/1577097633:651488.html> 2018... </weblog/1545738571:898593.html> 2017... </weblog/1514198600:479380.html> 2016... </weblog/1482579785:352857.html> 2015... </weblog/1450954413:780185.html> 2014... </weblog/1419419790:201967.html> 2013... </weblog/1387886823:316914.html> 2012... </weblog/1356347328:604499.html> 2011... </weblog/1324730476:846109.html> 2010... </weblog/1293185210:924223.html> 2009... </weblog/1261653335:779731.html> 2008... </weblog/1230132591:844881.html> 2007... </weblog/1198413502:550305.html> 2006... </weblog/1166969283:916797.html> 2005... </weblog/1135431336:849878.html>

 


Unser Weihnachtsgruß

Von Thomas Bez am 24.12.2020

 


Die Weihnachtshunde grüßen Euch

Von Thomas Bez am 23.12.2019

 


Wahlbeobachter

Von Thomas Bez am 26.05.2019


Zur Landratswahl im vergangenen Jahr hat uns die Herzogin begleitet. Zur Europawahl diesmal waren Clarissa und Garbo dran.

Da inzwischen auch in unserer Gemeinde Leinenpflicht verhängt wurde (aus welchem Grunde in diesen winzigen Nestern, ist uns schleierhaft), machen wir vor dem Ortsschild halt und gehen dann einzeln die letzten hundert Meter bis zum Wahllokal.

 

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Die Weihnachtshunde

Von Thomas Bez am 25.12.2018, mit einem Kommentar

 

Kommentar von Thomas Bez am 27.12.2018 06:17:


Vor zwei Jahren

Wir haben nicht geschrieben in den letzten Monaten, denn wir waren fast nur mit Bauen beschäftigt. Man könnte meinen, es hätte sich eigentlich nichts verändert seit dem letzten Bild in der Küche vor zwei Jahren, abgesehen davon, daß wir seitdem zwei Hunde gehen lassen mußten und eine alte Bekannte zurückgekommen ist zu uns. Aber es täuscht: Nur oberflächlich sieht es fast gleich aus. Unter der Haube ist alles neu. Wir finden, so sollte die achtsame Sanierung eines alten Hauses sein.

 


Inzuchtkoeffizient und Ahnenverlustkoeffizient

Von Thomas Bez am 02.08.2018

English version here </weblog/1533203568:0.html>

Hier werden einige Begriffe erläutert, die in der Züchtersektion der Datenbank verwendet wurden. Diese Erklärung wird möglicherweise hilfreich sein, falls jemand vorhat, in seiner eigenen Datenbank einen entsprechenden Algorithmus zu implementieren. Als weiterführende Lektüre empfehlen wir das Buch "Praktische Genetik für Hundezüchter" von Friedmar Krautwurst, Kynos Verlag, ISBN 3-933228-52-2, und die Studie "Coefficients of inbreeding and relationship" von Sewall Wright, die im Internet zu finden ist.

Ahnenverlustkoeffizient (AVK)

Der Ahnenverlustkoeffizient ist ein Maß für die Anzahl gemeinsamer Vorgänger, ermittelt über die väterliche und die mütterliche Linie zusammen genommen. Der Wert ergibt sich aus dem Quotienten von tatsächliche Zahl von Ahnen und möglicher Zahl von Ahnen. (Nach dieser Berechnungsmethode müßte der Koeffizient genaugenommen "Ahnenvielfaltskoeffizient" heißen, denn bei seinem Maximalwert von 100% ist der Ahnenverlust null.)

Der AVK ist nur sinnvoll zusammen mit der Angabe der Anzahl betrachteter Generationen. Mit wachsender Zahl von Generationen sinkt der AVK in der Regel sehr stark. Dies kommt daher, daß die Entfernung der gezählten Ahnen nicht in die Berechnung des AVK-Wertes eingeht.

Der Vorteil des AVK ist, daß er (zumindest in begrenztem Maße) erlaubt, die Vielfalt des Genpools eines Tieres im ganzen zu beurteilen.

Inzuchtkoeffizient (IK)

Der Inzuchtkoeffizient bezieht sich nicht auf den Genpool eines Tieres im ganzen, sondern drückt die Wahrscheinlichkeit aus, daß die beiden vorhandenen Allele eines beliebigen Gens bis auf zufällige Mutationen identisch sind, also vom selben Vorfahren abstammen. Da gleiche Allele nur einmal über den Vater und einmal über die Mutter übertragen werden, gehen in die Ermittlung des IK nur die Vorfahren ein, die sowohl in der väterlichen als auch der mütterlichen Linie vorhanden sind.

In die Berechnung des IK geht die Entfernung der gemeinsamen Vorfahren vom Probanden ein, und zwar in einer Zweierpotenz. Das hat zur Folge, daß der IK im Gegensatz zum AVK konvergiert und sich mit wachsender Zahl betrachteter Generationen immer weniger ändert.

Dies ist die Formel für die Berechnung des IK:


1...m sind die Vorfahren, die mütterlicher und väterlicher Linie gemeinsam sind. n(a,s) und n(a,d) sind die Entfernungen (in Generationen) der gemeinsamen Vorfahren vom Probanden. Genaugenommen müßten auch die Inzuchtkoeffizienten F(a) der jeweiligen gemeinsamen Vorfahren in die Rechnung einbezogen werden. Da sie das Ergebnis meist kaum spürbar beeinflussen, verzichten wir in den Kalkulationen der Datenbank auf diese Komponente, d.h. wir nehmen F(a)=0 an.

Im Extremfall der Verpaarung zweier Geschwister steigt der IK auf den Wert 0,25 (25%). Ein besonderer Effekt des IK ist, daß er (zumindest theoretisch) mit einem Schlag auf null gebracht werden kann. Kreuzten wir in eine etablierte europäische Zuchtlinie einen Briard aus dem hintersten Winkel der Welt ein, der zwar wirklich ein Briard ist, aber nachweislich seit X Generationen nicht mehr mit unserer Linie verwandt, würde der IK null.

Die Methode zur Berechnung des IK basiert auf der Studie "Coefficients of inbreeding and relationship" von Sewall Wright <https://aipl.arsusda.gov/publish/other/wright1922.pdf> in The American Naturalist 1922. Da die Berechnung der vollständigen Formel, die auch noch die individuellen IK jedes Vorfahren einbezieht, aufwendig und daher langsam wäre, verwenden wir in der Datenbank eine vereinfachte Berechnungsmethode. In der Wikipedia werden die Methoden erläutert. Die von uns verwendete Methode heißt dort "Berechnung über Isonomiekoeffizienten".

Für Briards betrachten wir IK bis zu 2% über 7 Generationen als normal und üblich. Im Bereich so niedriger Inzuchtgrade liefern beide Formeln (die exakte und die vereinfachte) praktisch die gleichen Werte. Bei Nutzvieh sind hohe Grade an Inzucht oft zur Erzielung eines bestimmten Ergebnisses bzw. Leistungswertes erwünscht. (Wir wollen das hier nicht werten.) Die Studie von Wright zeigt gleich ein schönes Beispiel mit 46% über vier Generationen. In solch einem extremen Fall liefern beide Formeln tatsächlich unterschiedliche Ergebnisse, aber wir fragen uns, wieso man sich in diesen Bereichen überhaupt noch für einen IK-Wert interessieren sollte.

Der IK konvergiert mit wachsender Zahl von Generationen, die betrachtet werden. Genauer: Die Grenzveränderung des IK bei Einbeziehung einer weiteren Generation in die Berechnung nimmt mit wachsender Anzahl von Generationen ab. Im Gegensatz dazu divergiert der AVK und geht dann immer gegen null, was er tun muß, da alle Briards miteinander verwandt sind und der AVK nicht die Distanz der Individuen in der Generationenfolge berücksichtigt.

Beispiel: Herzogin aus dem Barnimer Land = Fausto vom Wälkesberg x Clarissa aus dem Barnimer Land

Generationen IK AVK
4 0,00% 100,00%
5 0,00% 98,39%
6 0,78% 85,71%
7 0,92% 68,90%
8 0,95% 52,94%
9 0,98% 38,06%
10 0,99% 24,98%

Etwa der gleiche AVK, wie Maria Theresia hatte, und die ist damit sogar Erzherzogin geworden.

 


Inbreeding and Ancestor Loss Coefficients

Von Thomas Bez am 02.08.2018

This is an explanation of terms that were used in breeders section of the Pedigree Database. Recommended reading is the article "Coefficients of inbreeding and relationship" by Sewall Wright that can be found in the internet.

Ancestor-loss Coefficient

The ancestor loss coefficient is a measurement for the number of different ancestors in both the paternal and the maternal line. It is calculated by dividing the number of different ancestors by the total number of ancestors over X generations. (According to this calculation method the coefficient would have to be called strictly speaking "ancestor variety coefficient", because with its maximum value of 100% the ancestor loss is zero.)

The ALC is only meaningful together with the indication of the number of regarded generations. With increasing number of generations the ALC declines usually very fast. This is caused by the fact that the distance of the ancestors counted is not taken into account.

The advantage of the ALC is that it (with limited precision) permits to estimate the variety of the gene pool of an animal.

Inbreeding Coefficient (COI)

The in-breeding coefficient does not refer to the entire gene pool of an animal. The IC measures the probability that the two existing alleles of any gene (except coincidental mutations) are identical, i.e. they are inherited from the same ancestor. Since equal alleles can be inherited only once over the father and once over the mother, only those ancestors which are represented in the paternal as well as in the maternal line contribute to the IC value.

The computation of the IC also incorporates the distance of the common ancestors from the test subject. This has the consequence that the IC (contrary to the ALC) converges and changes less with increasing number of regarded generations.

This is the formula for the computation of the IC:


1...m are the ancestors who are common to maternal and paternal line. n(a,s) and n(a,d) are the distances (in generations) of the common ancestors from the test subject. Theoretically, also the IC of the respective common ancestors should have to be included into the calculation. Since they have only marginal effect on the result, we exclude this component from the calculation, i.e. we assume F(a)=0.

In the extreme case of mating brother and sister the IC would rise to the maximum possible value of 0.25 (25%). A special effect of the IC is that it can be brought to zero. If we crossed into an established European breeding line a Briard from the rear angle of the world which is really a Briard but not related to our line for X generations, the IC would become zero.

The method for computing the COI is based on the study "Coefficients of Inbreeding and Relationship" by Sewall Wright <https://aipl.arsusda.gov/publish/other/wright1922.pdf> in The American Naturalist 1922. As the calculation of the complete formula, which also includes the individual COI of every ancestor, would be time-consuming and therefore slow, we use a simplified calculation method in the database. The method used by us is usually called "isonomic method".

For Briards we consider COI up to 2% over 7 generations as normal and common. In the range of such low inbreeding degrees, both formulas (the exact and the isonomic) practically deliver the same values. In livestock management, high levels of inbreeding are often desired to achieve a particular result or performance value. (We do not want to rate this here.) The Wright study shows a good example with 46% over four generations. In such an extreme case, both formulas actually produce different results, but we wonder why one should ask for a COI in this range of values ??at all.

The COI converges with increasing numbers of generations being considered. More precisely: The marginal change of the COI, if another generation is included in the calculation, decreases with increasing number of generations. In contrast, the ALC diverges and then always goes towards zero, which it must do, since all Briards are related and the ALC does not consider the distance of the individuals in the generation sequence.

Example: Herzogin aus dem Barnimer Land = Fausto vom Wälkesberg x Clarissa aus dem Barnimer Land

Generations COI ALC
4 0,00% 100,00%
5 0,00% 98,39%
6 0,78% 85,71%
7 0,92% 68,90%
8 0,95% 52,94%
9 0,98% 38,06%
10 0,99% 24,98%

About the same ancestor-loss coefficient Maria Theresa had, and she even became Archduchess.

 


Warum wir die Briard-Datenbank einstellen

Von Thomas Bez am 13.05.2018

Weitere Beiträge zu diesem Thema:

- Ausschreibung: Administrator für die Datenbank der Briards 28.12.2017 </weblog/1514481197:794099.html>

- Übergabe der Datenbank an die Öffentlichkeit 16.05.2018 </weblog/1526439271:546677.html>

Zusammenfassung / Summary

Am 25. Mai 2018 tritt die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) <https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32016R0679> der Europäischen Union in Kraft. Nicht nur die großen Plattformen wie Google oder Facebook müssen sich an diese 99-Artikel-Verordnung halten, sondern auch kleine Internetseiten wie unsere, die personenbezogene Daten verarbeiten. Die Anstrengungen, die wir zur Umsetzung dieser Verordnung unternehmen müßten, sind enorm und uns zu groß.

Daher nehmen wir die Pedigree-Datenbank am 24. Mai vom Netz. Wir werden auch alle Benutzerkonten entfernen und alle persönlichen Daten, die mit diesen Konten verknüpft sind, aus unseren Aufzeichnungen löschen.

Uns ist bewußt, daß viele Briardfreunde in der Vergangenheit zu der Datenbank beigetragen haben und wir betrachten die Daten als öffentliches Gut. Wir würden gerne die Rohdaten im Excel-Format und, falls gewünscht, den Programmcode an jemanden weitergeben, der die Datenbank oder einen ähnlichen Dienst auf seiner eigenen Internetseite fortsetzen möchte oder die Daten in eine andere bestehende Datenbank integrieren möchte.

Why we discontinue the Briard Database

On May 25, 2018, the General Data Protection Regulation (GDPR) <https://eur-lex.europa.eu/legal-content/EN/TXT/?uri=CELEX:32016R0679> of the European Union comes into effect. Not only the big platforms like Google or Facebook have to adhere to this big 99-article regulation but as well small web sites, like ours, that process personal data. The effort we needed to make to implement this regulation is enormous and too much for us.

Therefore, we take the Pedigree Database off the net on May 24. We will also remove all user accounts and delete all personal data linked to these accounts from our records.

We are aware that many people have contributed to the Database in the past and we consider the data as public good. We would love to hand over the raw data in Excel format and, if required, the program code used to someone who wants to continue the Database or something similar on his own web site or who wants to integrate the data into any other existing database. If you are interested to do this, please drop us a message <bez@tedesca.net>.

Die Zeiten ändern sich

Da gab es mal eine Zeit, da machte das Internet Spaß. Als wir begannen, Briards zu züchten, war das noch so.

  • Wir stellten unser Leben mit unseren Hunden, den öffentlichen Teil, den jeder wissen darf, ins Netz.
  • Wir ließen andere (besonders natürlich Leute, die einen Welpen von uns hatten) über ein Weblog mit eigenen Beiträgen daran teilnehmen.
  • Wir schufen eine Briard-Datenbank, die weltweit jeder nutzen konnte, zu der jeder beitragen konnte und tatsächlich viele beigetragen haben.

Doch das Internet ist nicht mehr der Kommunikations-Freiraum für jedermann, der es einmal war.

  • Der Ton und die Sitten sind rauher geworden.
  • Es ist ein kommerzialisierter Raum geworden, der von Plattformen wie Google und Facebook beherrscht wird, denen sich die überwiegende Mehrzahl der Internetnutzer ausliefert.
  • Die sich immer mehr ausbreitende Verrechtlichung der Gesellschaften, die kein Tun und kein Sagen unreguliert lassen wird, hat längst das Internet erreicht.

Der rauhere Ton ist ja oft gar nicht schlecht. Uns deucht, das paßt zur Lebenswirklichkeit, und nicht alles läßt sich auf die nette Art sagen. Und Facebook geht uns nichts an, wir schreiben nach wie vor fast nur auf unseren eigenen Seiten. Aber die Gesetze... Da gibt es seit Mai 2016 die DSGVO <https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32016R0679>, die europäische Datenschutz-Grundverordnung, die in diesem Mai 2018 für uns Verbindlichkeit erlangt. Elf Kapitel, 99 Artikel, denen unser Internetauftritt Genüge tun muß. Aber wir wollen hier nicht auf EU zeigen - unserer eigenen Regierung haben wir nicht weniger zu verdanken als der EU.

Wer noch einen kleinen Ausflug in das Gebiet des Datenschutzes unternehmen will, der kann weiter unten noch einen Abschnitt dazu studieren.

Was sich für uns ändern würde

Bisher hat es gereicht, der Impressumspflicht zu genügen, keine Google- oder sonstige Werbung zu schalten und auf Besucherstatistiken (wie zum Beispiel aus Google Analytics) zu verzichten. Als kleiner Betreiber einer Community-Website konnte man sich ein laxes Herangehen an Vorschriften erlauben. Jetzt aber haben wir das Zeitalter der Abmahner, und von diesen stehen viele in den Startlöchern und warten auf die neue Verordnung. Mit 1300 registrierten Nutzern, auch wenn sehr viele davon vermutlich nicht mehr aktiv sind, könnten wir auch schon wieder zu groß sein, um unter dem Radar zu bleiben. Und jeder mißliebige Beitrag, den wir an anderer Stelle <http://www.tedesca.net> und in ganz anderer Rolle irgendwo schreiben, erhöht unser Risiko, in den Fokus von Nachstellungen zu geraten.

Auf den Betreiber einer Internetseite kommen umfassende Dokumentations- und Nachweispflichten zu. Die Prosa der Nutzungsbedingungen <https://www.facebook.com/legal/terms/update> und Datenrichtlinie <https://www.facebook.com/about/privacy/update> von Facebook sind ein kafkaeskes Lesevergnügen, man sollte sich das ruhig einmal gönnen. Für Google, Facebook und all die anderen Plattformen ist das kein Problem. Jede große Firma, die irgendwie im Internet präsent ist, beschäftigt Heerscharen von Leuten, die nichts anderes zu tun haben als so etwas auszutüfteln, zu implementieren, am Laufen zu halten.

Uns würde es Wochen kosten, für unsere einfache nichtkommerzielle Seite allein schon die Artikel 6 - Rechtmäßigkeit der Verarbeitung <https://dsgvo-gesetz.de/art-6-dsgvo> und 7 - Bedingungen für die Einwilligung <https://dsgvo-gesetz.de/art-7-dsgvo> der DSGVO zu implementieren und gerichtsfest zu dokumentieren. Freilich wären wir in der Lage, das zu tun, wir sind schließlich vom Fach. Wir wissen, was zu tun wäre und wie man das professionell macht. In unserer Beratertätigkeit haben wir Komplexeres fabriziert und gutes Honorar dafür erhalten. Für den Privat- und Hobbygebrauch ist uns das aber zu aufwendig. Es gibt viel Schönes und Wichtiges im Leben, die Befriedigung der DSGVO gehört nicht dazu.

Wie sich das auf die Datenbank auswirken würde

(1.) Eine Anmeldung (Login) wird nicht mehr möglich sein. Dafür müßten wir ein Cookie setzen, wofür wir extra den Nutzer noch einmal um Erlaubnis zu bitten hätten. Man sieht den nervtötenden Unfug schon seit einiger Zeit öfter auf europäischen Webseiten. Das waren bislang noch verfrühte Grüße von der DSGVO.

(2.) Wir werden alle Nutzerkonten auf unseren Seiten und alle ehemals mit diesen Registrierungen verbundenen Daten löschen. Denn für aktive Konten müßten wir mindestens Name, E-Mail-Adresse und Registrierungsdatum des Nutzers speichern und einen Nachweis führen können, daß dem Nutzer die Speicherung dieser Daten bekannt war und er zugestimmt hat.

(3.) Auch eine Neuregistrierung wird nicht mehr möglich sein. Wir müßten im Rahmen der Registrierung viel zu viel dokumentieren. Wir müßten sogar prüfen, ob der Nutzer volljährig ist.

(4.) Sogar der Name seines Briards bzw. die Tatsache, daß er Briards besitzt, kann unter für uns widrigen Umständen als persönliches Datum eines Menschen aufgefaßt werden. Das ist der entscheidende Punkt, auf den uns bereits vor Jahren ein verärgerter Briardbesitzer hinwies, der seinen Hund aus der Datenbank entfernt haben wollte. Wir müßten für viele der in der Datenbank geführten Briards (zumindest jenen, die in den letzten X Jahren auf dem Gebiet der EU gehalten wurden) und für jede Änderung am Datenbestand die davon möglicherweise tangierten Personen nach einem geordneten, dokumentierten und nachvollziehbaren Verfahren ermitteln und ihr Einverständnis einholen.

Vieles davon wäre machbar, das ist aber viel zusätzliche Arbeit. Punkt 4 ist praktisch undurchführbar. Der Gesamtaufwand für den Betrieb der Datenbank überschreitet jedenfalls das Maß, das zu erbringen wir bereit sind.

Und nun?

Am 24.5.2018 nehmen wir die Datenbank vom Netz und löschen alle ehemals mit dem Betrieb der Datenbank verbundenen Nutzerdaten. Tut uns leid. Wir hätten das früher mitteilen können, aber wir haben die auf uns zurollende DSGVO lange ignoriert. Beruf, Bauvorhaben, Umzug, Integration eines zurückgenommenen Hundes ins Rudel haben unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen – wichtige Dinge im realen Leben halt.

Wir betrachten uns aber nicht als Eigentümer der Daten. Uns ist bewußt, daß viel Arbeit von vielen Briardfreunden darinsteckt, die Einträge beigesteuert, aktualisiert und korrigiert haben. Wenn sich jemand findet,

  • der auf seinen eigenen Seiten die Datenbank weiterführen will (so wie sie ist oder in neuer Gestalt, innerhalb oder vielleicht besser außerhalb der EU) oder
  • die Datenbestände in eine bereits existierende Datenbank integrieren möchte,

bekommt er von uns die Rohdaten im Excel-Format sowie gern auch den Programmcode zur eigenen Verwertung und Weiterentwicklung. Wenn Sie Interesse daran haben, schreiben Sie uns bitte <bez@tedesca.net>.

Uns bleibt, allen herzlich zu danken, die während der letzten mehr als 13 Jahre die Datenbank unterstützt haben. Wir hoffen, sie hatten Freude dabei und Nutzen davon. Und wir hoffen, daß sich jemand findet, der das Projekt für die Gemeinde fortführt.

Anmerkungen zum Datenschutz

Wir sind sehr für Datenschutz und achten penibel darauf, welche unserer Daten wir kommunizieren.

  • Wir veröffentlichen nicht auf Facebook.
  • Wir würden keinem neuen Fernseher in unserem Haus die Kommunikation mit dem Internet erlauben, sodaß Hersteller XY Bilder aus unserem Wohnzimmer nach Korea oder China senden könnte.
  • Wir würden kein Auto kaufen, das Verbindung zum Internet hat oder als "E-Call" eine fest verbaute Mobilfunkverbindung.
  • Unsere Mobilgeräte laufen nicht mit einem Standard-Android aus dem Laden und unseren E-Mail-Verkehr wickeln wir über unseren eigenen Server ab.
  • Und so weiter.

Den Schutz unserer Daten betrachten wir in erster Linie als eine Angelegenheit der persönlichen Disziplin. Diszipliniert waren wir auch stets im Umgang mit den persönlichen Daten unserer Datenbanknutzer. Wir haben nichts davon öffentlich gemacht oder gar verkauft. Streitfälle über Datenbankeinträge haben wir selbst geschlichtet und nie einen Beschwerdeführer wissen lassen, wer eine beanstandete Änderung vorgenommen hat.

Ehrlichkeit und Diskretion sind bürgerliche Tugenden, und nichts anderes steht hinter den Anfängen des Datenschutzes, die "von unten" kamen, quasi als basisdemokratischer Wunsch nach Überschaubarkeit, was mit den Informationen über die eigene Person passiert. Es resultierten höchst nützliche Beschränkungen in Bezug auf Sammlung, Verbreitung und Verknüpfung, zum Beispiel das Prinzip der Datensparsamkeit.

Die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) <https://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/?uri=CELEX:32016R0679> hat ein anderes Ziel. An der DSGVO mit ihren 99 Artikeln und 173 Erwägungsgründen haben Behörden und Lobbyverbände jahrelang gearbeitet, doch nicht um den Einzelnen vor den Datenverwertungsinteressen von Staat und Wirtschaft zu schützen, sondern um umgekehrt die kommerziellen Plattformen vor den Datenschutzinteressen des Einzelnen abzuschirmen. Diese Methodik der Rechtsschöpfung findet man in vielen, immer mehr Bereichen des wirtschaftlichen Lebens, ganz besonders der immateriellen Finanz- und Informationswirtschaft. Die DSGVO hat den Zweck, den Datenschutz in ein unübersichtliches Geflecht aus Policies und Prozeduren zu verwandeln, das nur noch für Compliance-Experten beherrschbar ist. Wären wir noch Honorarberater, würden wir die DSGVO dafür lieben.

Für den Dienstanbieter, insbesondere die großen Plattformen wie Google oder Facebook, bringt die DSGVO Standardisierung der Verfahren und Begrenzung der rechtlichen und wirtschaftlichen Risiken. Für kleinere Betreiber von Internetseiten ist in diesem Spiel kein Platz vorgesehen. Auch das ist gewollt, denn sie sind den weiteren Konzentrationsprozessen im Internet nur im Weg.

 


Grüße aus Pretzien

Von Behemoth am 28.03.2018

Wir haben uns gerade mal wieder Bilder von Ihrem "neuen" Zu Hause angeschaut. Es ist schon sehr schön geworden. Gefällt uns gut.
Ansonsten ist es bei immer noch zu ruhig. 1 Jahr war es diese Woche schon, dass wir ohne Bruno sind. Schaffen es aber nicht, über neuen Familienzuwachs nachzudenken. Wir wünschen Ihnen noch eine schöne Zeit mit Ihren drei Damen.
Alles liebe die Chills aus Pretzien.

 


Zu Weihnachten

Von Thomas Bez am 25.12.2017

 


 

 

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